Fragen und Antworten

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Warum Kieferorthopädie?

Kieferorthopädie ist viel mehr als nur „gerade Zähne“. Vorrangig geht es darum, das Entstehen von gesundheitliche Probleme zu verhindern oder zu beseitigen. Dabei hat die Kieferorthopädie positiven Einfluss auf:

Atmung und Schlaf: Eine Kieferfehlstellung kann zur Mundatmung führen und dies wiederum zu vermehrtem Schnarchen oder sogar Schlafapnoe. Die fehlende Belüftung der Nase und das Austrocknen des Mund- und Rachenraums führt zu einer höheren Infektanfälligkeit und kann auch eine Vergrößerung von Rachen- und Gaumenmandeln bewirken.

Kaufunktion und Verdauung: Eine korrekte Stellung der Frontzähne ermöglicht das richtige Abbeißen von Nahrung. Eine gut ineinander greifende Verzahnung der Seitenzähne ermöglicht eine Zerkleinerung der Speisen. So wird die Nahrung optimal für die Verdauung vorbereitet. Die richtige Zahnstellung und eine symmetrische Ausrichtung der Kiefer beugt Kiefergelenksproblemen und muskulären Verspannungen vor.

Sprache und Schlucken: Die Stellung der Zähne ermöglicht im Zusammenspiel mit Zunge und Lippen die richtige Aussprache. Störungen der Lautbildung oder eine gestörte Funktion des Schluckvorganges werden häufig als Erstes beim Kieferorthopäden erkannt, der eine Verordnung für ein logogpädisches Training ausstellen kann.

Zähne und Zahnfleisch: gerade ausgerichtete Zähne verbessern die Selbstreinigung der Zähne durch den Speichel. Ausßerdem erleichtern sie das Zähneputzen und die Zwischenraumpflege. Eine Fehlbelastung der Zähne kann zu Schädigung des Zahnhalteapparates, Schmelzverlust und zu Zahnfleischrückgang führen.

Ästhetik: ein attraktives Lächeln und ein harmonisches Profil verhilft zu einem gepflegten, sympathischen Aussehen und gesteigertem Selbstbewusstsein.

Wann soll mein Kind zum Kieferorthopäden?

Am besten schon vor der Einschulung, also im Alter von vier bis fünf Jahren. In Ausnahmefällen (Kreuzbiss, extrem starker Überbiss oder umgekehrter Überbiss) kann es notwendig sein, mit einer kieferorthopädischen Frühbehandlung die Weichen für eine normale Gesichts- und Kieferentwicklung zu stellen und das Wachstum entsprechend zu lenken. Auch wenn Milchzähne frühzeitig verloren gehen, kann eine Zahnspange sinnvoll sein.

Spätestens mit neun oder zehn Jahren sollten Sie Ihr Kind beim Kieferorthopäden vorstellen. Jetzt befindet sich der Knochen durch den Zahnwechsel in einer Wachstumsphase und der beginnende sogenannte pubertäre Wachstumsschub lässt sich so für die Korrektur der Zahn- und Kieferstellung optimal ausnutzten. Diese Phase muss für jeden Patienten individuell abgepasst werden. Bei Mädchen beginnt die Wachstumsphase z.B. früher als bei Jungen.

Gibt es eine Altersgrenze für eine kieferorthopädische Behandlung?

Nein. Die Bewegung von Zähnen ist in jedem Lebensalter möglich. Für erwachsene Patienten gibt es verschiedene Möglichkeiten eine Zahnkorrektur möglichst unauffällig durchzuführen.

Wie teuer ist eine Zahnspange?

Gesetzlich versicherte Patienten:
Auch wenn aus medizinischer Sicht oft Handlungsbedarf besteht, ist nicht jeder Krankheitsfall ein Kassenfall. Seit 2004 haben die gesetzlichen Krankenkassen die sogennanten KIG-Einstufungen eingeführt (kieferorthopädische Indikationsgruppen) anhand derer der Zahnarzt feststellen kann, ob der Grad einer Fehlstellung vorliegt, für deren Behandlung der Versicherte einen Leistungsanspruch gegenüber der Krankenkasse hat. Die kieferorthopädischen Behandlungsgruppen sind in fünf Behandlungsbedarfsgrade eingeteilt. Sollte bei Ihnen Behamdlungsgrad 3,4 oder 5 festgestellt werden, haben Sie Anspruch auf diese Kassenleistung.
Die Richtlinien sollen eine ausreichende, zweckmäßige und wirtschaftliche Versorgung sichern. Faktoren wie Komfort, Ästhetik oder eine beschleunigte, schmerzreduzierte Behandlung finden hierbei keine Berücksichtigung.
Die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenkasse ist nur bis zum 18. Lebensjahr möglich.
Ab dem 18. Lebensjahr beteiligt sich die gesetzliche Krankenkasse nur bei einer mit chirurgischen Kieferverlagerung an den Kosten.

Private Versicherung:
In der Regel werden die Kosten für eine kieferorthopädische Behandlung von den privaten Versicherern unabhängig vom Alter und vom Ausmaß der Zahn- oder Kieferfehlstellung übernommen. Der Umfang der Leistungen richtet sich hierbei nach dem individuellen Versicherungsvertrag und dem gewählten Tarif.

Wie lange dauert die kieferorthopädische Behandlung?

Eine kieferorthopädische Behandlung dauert meist drei bis vier Jahre. Dies ist natürlich immer abhängig vom individuellen Befund und der Komplexität der Fehlstellung. In der aktiven Behandlungsphase wird mit herausnehmbaren und festen Spangen gearbeitet, davon meist anderthalb bis zwei Jahre mit Brackets. In der sogenannten Retentionsphase wird die Stabilität des Behandlungsergebnisses überwacht, um die neue Position der Zähne und Kiefer langfristig zu erhalten. Unser Tipp für unsere Patienten: Die Behandlungsdauer lässt sich durch zuverlässige Mitarbeit, gute Mundhygiene und regelmäßiges und pünktliches Erscheinen zu den Terminen positiv beeinflussen.

Muss ich trotzdem noch zum Zahnarzt?

Ja! Die regelmäßigen halbjährlichen Kontrollen beim Zahnarzt und die Individualprophylaxe sollten auch während der kieferorthopädischen Behandlung weitergeführt werden.

Müssen bleibende Zähne gezogen werden?

Durch moderne Behandlungsverfahren kann in den allermeisten Fällen das Ziehen von bleibenden Zähnen vermieden werden.

Luisa Eidam

Master of Science Kieferorthopädie

Bielefelder Str. 34b
32107 Bad Salzuflen

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